Widerrufen Sie Ihre Lebensversicherung und sparen Sie dabei auch noch bares Geld.



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Wollen Sie einbezahlte Beiträge inkl. Zinsen einfach zurück fordern?

Dann prüfen Sie jetzt Ihre Widerrufsbelehrung, die Sie bei Abschluss Ihres Vertrages erhalten haben. Es lohnt sich für Sie auf jedenfall!

Rund 100 Millionen Lebensversicherungen, die in den Jahren von 1995 bis 2007 verkauft wurden, können auch nach Jahren widerrufen werden, vorausgesetzt die Widerrufsbelehrung war nicht ordnungsgemäß.

Für Versicherungskunden bedeuten die Urteile, dass sie auch heute noch von ihrer Altversicherung zurücktreten können, wenn der Versicherer den Kunden nicht über das Widerspruchs-, Rücktritts- oder Widerrufsrecht (im Folgenden allgemein Widerspruchsrecht bzw. Widerspruch) belehrt wurde. Das gilt grundsätzlich auch, wenn der Vertrag bereits gekündigt und der Rückkaufswert ausbezahlt wurde. Widerruf wins!

Rückzahlung

Rückabwicklungssumme vs. Rückkaufswert der Lebensversicherung: Widerruf wins!

Die Rückzahlungssumme bei Rückabwicklung einer Lebensversicherung wegen einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung ist in der Regel größer als  der Rückkaufswert von Lebensversicherungen bei einer Kündigung. Denn die Rückzahlungssumme wird nicht durch all die Abzüge belastet, die den Rückkaufswert bei Kündigung drastisch sinken lassen.

Nach Kündigung?

Widerruf auch nach einer bereits erfolgten Kündigung noch möglich

Ist die Versicherung bereits gekündigt und der Rückkaufswert der Lebensversicherung von der Versicherungsgesellschaft ausbezahlt worden, können Sie den Vertrag trotzdem wirksam widerrufen. Sie erhalten dann nachträglich noch die Differenz zwischen dem Rückkaufswert der Lebensversicherung, der Ihnen ausbezahlt worden ist, und der Summe aller Beiträge plus Verzinsung.

fehlerhafter Widerrufsbelehrung

Viele Lebensversicherungen von fehlerhafter Widerrufsbelehrung betroffen

Der Bund der Versicherten geht nach Prüfung vieler Verträge aus diesem Zeitraum von einer hohen Anzahl fehlerhafter Lebensversicherungen und Rentenversicherungen aus. Lebensversicherten winken damit beträchtliche Rückzahlungssummen, die sich aus einbezahlten Beiträgen zuzüglich einer attraktiven Verzinsung zusammensetzen.


Aktuelle Rechtsprechung ist verbraucherfreundlich

Die Frist hierfür betrug bis Ende 2003 14 Tage ab Überlassung der Vertragsunterlagen, ab 2004 30 Tage. Zwar mussten Versicherer ihre Kunden über die Widerrufsmöglichkeit informieren, doch enthielt das Versicherungsvertragsgesetz bis Ende 2007 eine Klausel, wonach Verträge auch ohne die Informationen zum Widerrufsrecht spätestens nach einem Jahr wirksam wurden.

Diese Beschränkung des Widerrufsrechts auf ein Jahr ist allerdings mit EU-Recht nicht vereinbar, so das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 19. Dezember 2013. Dem ist der Bundesgerichtshof für Lebens- und Rentenversicherungen in zwei Urteilen aus dem Jahr 2014 gefolgt. Das Policenmodell ist somit in Teilen europarechtswidrig.

Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 17.12.2014 (Az.: IV ZR 260/11) auch für Lebens- und Rentenversicherungen, die im sogenannten Antragsmodell geschlossen wurden, entschieden, dass den Versicherungsnehmern  ein grundsätzlich unbefristetes Rücktritts- bzw. Widerrufsrecht zusteht, sofern sie beim Abschluss des Versicherungsvertrages nicht ordnungsgemäß über dieses Recht belehrt wurden.

Was passiert, wenn Sie Ihre Lebensversicherung kündigen?
Bis vor Kurzem gab es für unzufriedene Eigentümer einer Lebensversicherung nur die Möglichkeit die Lebensversicherung zu kündigen, zu verkaufen oder zu beleihen. Wenn Sie eine Lebensversicherung kündigen, erhalten Sie lediglich einen Bruchteil der bis dahin einbezahlten Beträge sowie einen Anteil an dem, was der Versicherer mit diesen Beträgen erwirtschaftet hat. Das liegt daran, dass Ihnen Provisionen, Abschlussgebühren oder sonstigen Kosten abgezogen werden, wenn Sie Ihre Lebensversicherung kündigen.
Was passiert, wenn Sie Ihre Lebensversicherung widerrufen?
Bei einem erfolgreichen Widerruf wird der Ausgangspunkt vor Vertragsabschluss wiederhergestellt, so als wäre der Vertrag nie zustande gekommen. Folglich bekommen Sie sämtliche von Ihnen bezahlte Beiträge zurück, ohne dass Provisionen, Abschlussgebühren oder sonstigen Kosten abgezogen werden. Darüber hinaus erhalten Sie bei einer Rückabwicklung aufgrund einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung eine attraktive Verzinsung Ihrer Beitragszahlungen.

Von Ihren eingezahlten Beiträgen werden allerdings die sogenannten Risikobeiträge abgezogen. Denn der eigentliche Zweck einer Lebensversicherung ist die Absicherung des Todesrisikos der versicherten Person. Für diese von der Versicherung gestellte Leistung ist ein entsprechender Beitrag der Rückzahlungssumme zu belasten.

Woran erkenne ich eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung?                 
Ihr Versicherer hat vergessen, Ihnen eine Widerrufsbelehrung zuzusenden? Eher unwahrscheinlich. Überprüfen Sie Ihre Unterlagen dennoch: Wenn Sie glauben, keine Widerrufsbelehrung bekommen zu haben, muss der Versicherer nachweisen, dass dem nicht so ist. Er steht nämlich in der Beweislast.

Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Ihnen zugeschickte Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist. Fehlerquellen können sein:

  • Der Versicherer hat nicht korrekt über Fristbeginn und Dauer des Widerspruchsrechts belehrt. Für einen rechtmäßigen Widerspruch genügte es, das Widerspruchsschreiben innerhalb der 14- bzw. 30-Tage-Frist abzusenden. So ist nicht der fristgerechte Eingang des Widerrufs beim Versicherer entscheidend, sondern die fristgerechte Absendung durch den Versicherungsnehmer.

 

  • Haben Sie Ihren Vertrag 2002 oder später abgeschlossen, muss in der Widerrufsbelehrung ausdrücklich auf die Möglichkeit des Widerrufs per Email hingewiesen sein.
  • Hebt sich die Widerrufsbelehrung nicht deutlich vom übrigen Text ab, stehen die Chancen auf einen nachträglichen Widerspruch ebenfalls gut. Denn die Widerrufsbelehrung darf nicht ohne Hervorhebung in den Versicherungsbedingungen stehen.

Was spricht gegen die Lebens- und Rentenversicherung?
Fast jeder deutsche Haushalt besitzt eine Lebensversicherung, sie gilt als der Deutschen liebste Altersvorsorge. Doch ihr guter Ruf hat Schaden genommen und ihre Zukunft ist unklar.

Denn die Renditeentwicklungen der meisten Lebensversicherungen bleiben weit hinter dem zurück, was einem bei Abschluss vorgerechnet wurde. Schuld daran sind die hohen Abschlusskosten und die schlechten Anlagerenditen, die viele Versicherer in den letzten Jahren erwirtschaftet haben.
Sind Lebensversicherungen noch eine sinnvolle Geldanlage?
Angesichts der Wertentwicklung der meisten Lebensversicherungen stellt sich die Frage, ob Ihre Kapitallebensversicherung überhaupt noch eine sinnvolle Geldanlage darstellt. Ein Blick in die letzte Berechnung Ihrer Versicherung wird Ihnen vor Augen führen, dass sich zumindest in den letzten Jahren aufgrund der Finanzkrise die Verzinsung nicht gerade vorteilhaft entwickelt hat.

Die niedrigen Zinsen haben im Zusammenspiel mit in den vergangenen Jahren zwar gesunkenen, aber immer noch hohen Kosten das Potential, den Ruf Deutschlands beliebtesten Sparproduktes nachhaltig zu schädigen.

Die Frage, ob Ihre Lebens- oder Rentenversicherung noch eine sinnvolle Rendite erzielt, oder ob eine Rückabwicklung und Neuanlage des Kapitals in einem alternativen Investment doch besser ist,  erweist sich als höchst komplex. Auf professionelle Beratung sollten Sie nicht verzichten
Das alte Policenmodell
In der Regel erhalten Kunden, die einen Vertrag abschließen wollen, vorab die Allgemeinen Vertragsbedingungen und die Widerrufsbelehrung. Nicht so beim Policenmodell, das in Deutschland in den Jahren von 1994 bis 2007 üblich war. Schätzungen des Versicherungsverbandes GDV zu Folge haben seine Mitgliedsunternehmen in diesem Zeitraum jährlich zwischen 6,1 und 11,8 Millionen Lebensversicherungen an den Mann oder die Frau gebracht.

Wenn die Versicherungsgesellschaft den Versicherungsantrag annahm, bekamen die Kunden die Vertragsinformationen erst zusammen mit dem Versicherungsschein (Police) übersandt. Waren die Kunden mit den Vertragsbedingungen nicht einverstanden, mussten sie ihren Antrag zurücknehmen und dem Vertragsabschluss widersprechen. Wer nicht widersprach, sollte unwiderruflich an den Vertrag gebunden sein.
Vermeiden Sie Schnellschüsse und lassen Sie sich beraten
Sich von der Lebenspolice zu trennen, ist eine schwierige Entscheidung und will sehr gut überlegt sein. Denn Lebens- und Rentenversicherungen können höchst kompliziert gestaltet und mit einigen Zusatzversicherungen kombiniert sein. Oft hängen Hinterbliebenenversorgung und Berufsunfähigkeitsabsicherung an der Lebenspolice. Wer seinen Vertrag widerruft oder kündigt, verliert auch diesen Schutz.

Zudem hat jede Zusatzversicherung zur Folge, dass die Versicherungsgesellschaft bei einer Rückabwicklung von Ihren einbezahlten Beiträgen die entsprechenden Risikobeiträge abzieht. Es gilt: Je weniger an zusätzlicher Versicherung Sie in Ihrem Vertrag haben, desto mehr bekommen Sie potentiell zurück.

Insbesondere bei älteren Verträgen aus den 1990er Jahren sollten Sie Schnellschüsse vermeiden. Oftmals haben sich diese Verträge trotz hoher Abschlusskosten vernünftig entwickelt. Viel wichtiger aber ist: Sie genießen das Privileg einer steuerfreien Auszahlung, das es so heute nicht mehr gibt.

Verglichen mit heute haben die klassischen Kapitallebensversicherungen aus den 1990er Jahren außerdem eine hohe Verzinsung. Hier könnte es sich mehr lohnen, wenn Sie Ihre Lebensversicherung kündigen.

Aus diesen und weiteren Gründen sollte die Entscheidung zum Widerruf gut überlegt sein. Die unabhängigen Finanzierungsexperten der Wirtschaftskanzlei Vogt & Partner beraten Sie gerne persönlich und helfen Ihnen dabei, die für Sie optimale Lösung zu finden.